10. Durchs untere Freiberger Muldental nach Leisnig.
Diese Wanderung führt in eine von der Natur überaus reichgesegnete Gegend. Besonders zur Zeit der Baumblüte ist der Name eines Naturparadieses berechtigt. Neben den landschaftlichen Schönheiten wirken auch historische Erinnerungen ungemein anziehend.
Um Anschlußschwierigkeiten auf der Bahn zu entgehen, fährt man bis Limmritz, Station der Linie Chemnitz–Döbeln.
Limmritz – Westewitz (45 Min.) – Hochweitzschen (20 Min.) – Klosterbuch (40 Min.) – Maylust (40 Min.) – Forstgarten (30 Min.) – Schießstände (20 Min.) – Leisnig (40 Min.).
Wanderzeit: ca. 4 Stunden.
Ausgangspunkt: Haltestelle Limmritz.
Vom Bahnhof aus rechts nach Technitz. An Kirche und Schule vorüber und dann den Fußweg nach Westewitz. Nun auf dem Kirchsteig oder dem Fahrweg nach Hochweitzschen. Heilstätte für Epileptische. Die schmucken Häuser der Anstalt liegen vereinzelt im Walde. Zum Durchwandern des prächtigen Parkes bedarf man der Erlaubnis der Direktion der Landesanstalt. Durch den Park hinab zum Scheergrund. Hübsch gelegen an der Mulde. Nun durch prächtigen Buchenwald nach Klosterbuch.
Kloster Buch wurde 1192 von Heinrich I., dem ersten kaiserlichen Burggrafen von Leisnig, als Cistercienserkloster gegründet. Es galt als eins der reichsten im weiten Umkreis, bis es 1526 eingezogen wurde. Die umfangreiche Bibliothek befindet sich jetzt im Besitze der Universität Leipzig und im Staatsarchiv zu Dresden. Die Nutznießung des Klostergeländes erhielt die Fürstenschule zu Grimma. Gegenwärtig ist der Staat Besitzer. Vom Kloster steht noch ein ziemlicher Teil der Ringmauer. Die Kapelle ward 1873 erneuert, es findet monatlich Gottesdienst hier statt. Dicht dabei liegt das kleine Dorf Klosterbuch, das in seiner idyllischen Einsamkeit mit dem Waldhügel Maylust einen überaus reizvollen Eindruck macht.