»Ein graues Auge —
Ein schlaues Auge.
Aufschelmische Launen
Deuten die braunen;
Des AugesBläue
Bedeutet Treue,
Doch eines schwarzen Aug'sGefunkel
Ist stets, wie Gottes Wege, dunkel!«
Bella: Das ist ganz reizend. Was meinst Du dazu, Martha?
Martha Parks: Es ist ein allerliebstes Gedicht. Laß doch mal sehen, Bella, was für Augen hast denn Du? O, Du hast braune Augen, Du hast schelmische Augen, Bella. Wißt Ihr aber auch, wer die schönsten Augen hat? Ich weiß es. — Ein Freund meines Bruders Albert. Er wohnt in Deutschland und bald kommt er zu uns. Albert hat mir viel von ihm erzählt; er hat große, blaue Augen, sagt Albert, und bald sind sie melancholisch und bald traurig, und dann wieder mutig, — nicht wahr, Albert, hast Du mir nicht so gesagt?
Dr. Albert: Ja, ja, Du kleineSchwätzerin!
Martha Parks: Ach, sollte ich nicht davon sprechen, Albert? Das habe ich nicht gewußt. Aber das schadet nicht, Albert, unsere Freundinnen dürfen alles wissen, Martha und Gretchen und Bella, nicht wahr?
Bella: Aber warum wollen Sie uns nicht auch von ihm erzählen, Herr Doktor? Sie sind unser Freund und Ihre Freunde sind auch die unsern, und wir müssen sie kennen. Ist es nicht, wie ich sage? Gretchen, sprich Du!
Gretchen: Gewiß, Herr Doktor, Ihre Freunde finden bei uns stets einen herzlichen Empfang.
Dr. Albert: Dafür danke ich Ihnen, meine Freundinnen, und erlauben Sie mir zu sagen, daß ich auf Ihre Freundschaft sehr stolz bin.
Bella: Und wir auf die Ihrige.
Martha Meister: Wir bitten Sie, Herr Doktor, Ihren Freund nach seiner Ankunft bei uns einzuführen.