Otto: Meine teuren Freunde. Obwohl wir, Bruder Louis und ich, uns Mühe gegeben haben, dieses kleine Spiel recht gut zu machen, so wissen wir doch, daß wir diese enthusiastische Aufnahme Ihrer Freundschaft schulden. Wir fühlen es und wissen es wohl zu schätzen und danken Ihnen mit unserm ganzen Herzen. Und ich bin sicher, wir handeln ganz auch im Sinne der Damen, wenn wir diese Kränze, unsern ersten Lorbeer, mit dem Manuskripte der Komödie vereint, unserm Herrn Meister überreichen als ein Zeichen unserer Freundschaft, als ein Zeichen unserer Dankbarkeit und als ein Zeichen unserer hohen Achtung. Wir bitten Sie, Herr Meister, nehmen Sie beides von uns an.

Herr Meister: Meine Freunde, das Herz ist mir tief gerührt, und mein Auge strömt über von Thränen der Freude. Sie machen mich glücklich, meine Freunde, und ich nehme, was Sie mir reichen, als teures Andenken an die frohen Stunden, die wir zusammen verlebt haben, und als ein Zeichen der Hoffnung für die glückliche Zeit, welche wir noch vor uns haben. —

Frau Meister: Und sie wird kommen, mir sagt es das Herz.

Herr Meister: Dem durfte ich immer trauen und ihm traue ich auch jetzt. Gewiß, teure Freunde, noch andere glückliche Tage werden folgen, und wenn wir auch scheiden müssen, laßt uns immer denken an die Worte des Sängers:

Es ist bestimmt in Gottes Rat,
Daß man vom Liebsten, was man hat,
Muß scheiden;
Wiewohl doch nichts im Lauf der Welt
Dem Herzen ach, so sauer fällt
Als Scheiden, als Scheiden!
Nur mußt du mich auch recht verstehn,
Ja recht verstehn,
Wenn Menschen aus einander gehn,
So sagen sie: Auf Wiedersehn,
Ja, Wiedersehn!

Alle: Auf Wiedersehn, auf Wiedersehn!

Sektion 8 Fuss

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