Und mit seinen Götter-Händen
Schützt er das gequälte Tier
»Mußt du Tod und Jammer senden,«
Ruft er, »bis herauf zu mir?
Raum für alle hat die Erde;
Was verfolgst du meine Herde?«
Gefunden.
Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen
Das war mein Sinn.
Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.
Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?
Ich grub's mit allen
Den Würzlein aus,
Zum Garten trug ich's
Am hübschen Haus.
Und pflanzt' es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.
Erl-König.
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.
Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? —
Siehst, Vater, du den Erl-König nicht?
Den Erlen-König mit Kron' und Schweif? —
Mein Sohn, es ist ein Nebel-Streif. —