Ich soll keine brennende Fresche auf kleine Medchen werfn, was sehr schlecht is zu thun, weil ihre Kleider Feier fangen kennten un sie ferbrennen. Ich darf mit ihnen zum Piknik gehn aber ich bin greßlich unbeschlossn, was ich thun soll. Ich mechte liber die Milletährparahde sehn, un mit der Musik maschiern, aber Susi un unsre Kechin machn eine greßliche Menge fon gute Sachn fir dem Piknik. Wenn ich an die Trommln denk un an das mitmaschiern gleich hinter ihnen, glaub ich, ich werde zur Parahde gehn — wenn ich den Rosinenkuchn un die jungen Hendl beim bratn rich un den gekochtn Schinkn un Scheleh, bin ich fest beschlossn zum Piknik zu gehn.
Ich glaube der Kongreß sollte dem 4. Juli eine Woche lang dauern lassn, dann kennte ich zu beides gehn. Ibrigns habn wir schon eine Menge Schpaß im forhenein. Alle Artn fon Budn zihn um der Zeit in der ganzn Umgebung herum.
Der kleine Hans darf wider ausgehn, aber seine Mutter will ihm nich erlaubn, mit mir zu schpiln — es is eine große Fersuchung fir Hansi. Es thut mir leid um ihm.
Unter die Auschtellungen in der forige Woche wahr wider ein Zauberer; Papa wollte mich aber nich hingehn lassn. Er sagt, solche Dinge sin anschtekig wi Maasern. Morgn — am Tag for den 4. soll punk 3 Uhr ein Ballohn fom Folksplatz aufschteign. Ein Mann wird drin sitzn — es wird sehr intressan sein. Unser Lehrer sagt, es macht das Gesez fon der Schwere zunichs, weil ein Ding, was leichter is, wi die Luft nich untn bleibn will, wenn man es nich haltet. Gas is leichter wi Lufft, also wird der Mann ihm mit Gas filln, heneinschteign, den Schtrik abschneidn un in der Hehe schteign, wi nur was — höer un höer —
Oh! es muß prachfoll sein! Ich mechte mein neies Taschnmesser drum gebn, wenn ich mitfahrn kennt. Wenn er mich mitnimmt, gehe ich mit ihm.
Hurrah! Ich gehe! Ich legte die Feder nider un rannte zum Hotell henunter — ich sagte, meine Schwester Susi besuchn — aber ich bemihte mich, dem Professor zu sehn, dem der Ballohn gehert un er sagte, wenn meine Eltern mir die Erlaubnis gebn, mechte er sich ein Fergnign draus machn, mich mitzunehmen. Oh, wird das nich ferfl— wunderbahr sein? Ich hoffe meine Eltern wern nich so grausam sein un nein sagn. Es wird eine ganz neie Erfarung sein, die noch wenig Jungen fon meinen Alter gemacht habn.