»Benimm dich so anschtendig, wi du nur kannst!« sagte Lil zu mir. »Es sind eine Menge feine Leute in dem Haus. Ich winsche nicht, mich meines kleinen Bruders schemen zu missn.«

»Wissn sie, das ich ein böser Junge bin?« fragte ich sie.

»Nein un sie solln es auch nie erfahrn, wenn du es nich selbs ferrätst!«

Das Mitagmal wahr fertig, wi wir hinkamen, wirklich ein großartiges Mitagmahl — eine Menge Genge un zuletz Gefrornes un di Diner die bei Tisch bedintn warn grad so heflich zu mir wi zu den andern erwaksnen Leutn. Wisawi uns bei Tisch war ein kleines Medchen, in einen Seidnkleid mit Glassehanschuhe un einer Rosascherpe — ein sehr hibsches Medchen. Ich schaute sehr fest auf ihr heniber un sie grad so oft auf mir. Montagu erzehlte mir, die Kinder werdn dann im Sallohn tanzn un wenn ich tanzn will wird er mich heneinnehmen. Minna hiß das kleine Medchen. Ich unterhaltete mich ausgezeichnet. Sie wahr sehr gefellig zu mir un ich tanzte ein paarmal mit ihr. Ich dachte mir ich werde Betty doch nich heiratn mag sie noch so gut zu mir sein. Wenn ihr schiläugiger Bursche sie nich heiratet, wird sie eine alte Jungffer wern missn.

Ich erzehlte Minna, das ich denke ich werde Betty nie heiratn. Sie schaute auf ihre Pantofln herunter aber sie sagte nichs. Ich schtellte dismal rein gar nichts an außer das ich eimal den Fuß plezlich ausschtrekte, so das ein Junge driber fil — aber das wahr in Schpaß.

Ich schlif auf einen Diwan in Lils Zimmer weil das Hotell ganz foll war. Wi ich auf kam, war noch sehr zeitlich; ich schtand leise auf, zog mich an un schlipfte hinunter um mir die Schtadt anzusehn. Es war ein großer Ort, fil greßer wi unsrer. Ich konnte Schiffe un Wasser sehn un fragte deswegn einen Mann. Er sagte es is der Hudsonschtrom. Dann ging ich henunter um zu sehn was sie dort machn. Eine Menge Leute gingen auf das Schiff un so ging ich auch mit, blos um ein bischen herumzusehn un den Mann beim Rad etwas zu fragn.

»Wann fehrt es ab?« fragte ich ihn.

»Is ebn abgefahrn,« sagte er.