Dann erzehlte ich ihm, wi ich damals in dem Frachwagohn dafonlif un fon den freundlichn Bremser.

»Wenn sie zuhaus ergerlich sin, weil ich zurikkomm, werd ichs ihnen sagn lassn Herr Konduktehr« sagte ich, »dann mechte ich bei ihnen wohnen.«

»Da wirds dir nich sehr gut gehn,« sagte er, »ich bin ein alter Jungesell.«

»Desto besser,« sagte ich, »so wird ihre Frau nich dabei sein, um uns zu ergern. Meine Schwestern sin wirklich libe hibsche modische Medchen, aber einen Jungen wolln sie garnix erlaubn. Sie lassn mich nich Balln schpiln im Sallohn, wenns regent, oder mich unterhaltn wi ich will. Sie mechtn mich gern auf einen Sessl fon Pech festsezn, damit ich nich aufschtehn kann.«

»Sagn sie, Herr Konduktehr, habn sie denn einen Korb bekommen, das sie noch Jungesell sind?«

Er seifzte un schaute ein bischen traurig aus. Aber bald wahr er wider lustig un fragte mich ob meine Schwestern bein Deppoh sein wern um mich zu erwartn. Ich wußte es nich un konnte ihm keine Antwort gebn.

»Ich hädte sie gern ein bischen gesehen,« sagte er. »Wir sin schon da, mein Junge.«

Etwas kam mir in der Kehle, wi ein Schtik Knochn. Ich schaute eifrig henaus, wi ich das Schild sah iber Peters Ladn un den Weichnwerter mit den helzernen Bein un das Deppoh — ich hedte geweint, wenn ich die Trenen nich fest zurikgedrikt hedte. Der Herr Konduktehr schtand beim Trittbrett, damit ich sicher henunterkomm un da wahr Susi, greßlich hibsch mit einen nei'n Hut un einen Sillskinnmantl un Elsbett, wirklich auch sehr lib un sie wollte mich umarmen un kissn un rif: »Oh Schorschi, du nichsnutziger, schlechter, liber, guter Junge laß dich kissn!«