Erklärung einiger landesüblicher Ausdrücke:
a) Für Indien und Ceylon: Dâk Bungalow, staatliches Rasthaus für Reisende (s. oben). Dandy, Himalaja-Sänfte. Chota hasri, Morgentee (»kleines Frühstück«). Bandar, Hafen. Catamaran, Brandungsfloß. Dagoba, buddhist. Heiligenschrein. Dharamsala, Pilgerherberge. Fakir, mohammedan. Bettelmönch. Ghat, Flußtreppe, auch Bergpaß. Gopura, Pagodentor. Jogi, Hindu-Bettelmönch. Maidan, Platz. Masjid, Moschee. Monsun, Regenzeit (Juni bis Sept.). Nàuch, ein Tanz. Pagode, südindischer Tempel. Palankin, Tragstuhl alter Art. Sahib, Herr (Anrede für Europäer). Sarai, Rasthaus für Reisende. Kitmitgar, Diener. Tonga, indischer Wagen. Ekka, Einspänner, Ochsenwagen. Tikka Gharri, Droschke. Razai, indische Steppdecke. Gymkhana, Spielplatz. Eurasier, europ.-ind. Mischling. Kummurbund, wollene Leibbinde. Sampan, Flußboot (Indochina). b) Für ganz Ostasien: Bungalow, Wohnhaus. Godown, Lagerraum. Rikscha, von einem Mann gezogenes leichtes Wägelchen für einen Fahrgast, bei Regen geschlossen. Tiffin, 2. Gabelfrühstück (1-2 Uhr). Easy chair} bequemer Liegestuhl Long chair} aus Bambusgeflecht. Sedan chair, Tragstuhl aus Bambus. Curry, scharfe, aromatische Tunke. Peg, Sodawasser mit Whisky. Punkah, Zimmerdeckenfächer. Bombay duck, getrockneter Fisch. Chutney, scharfes Eingemachtes. Bund, Kaistraße am Hafen. Sarong(niederl.-ind.), Hauskleid. Kabaja(niederl.-ind.), Morgenkleid. Pyjama, Morgen- und Nachtkleid (Hemdhose; Kombination). Hock, Rheinwein. Sandwich, belegtes Butterbrot. Lime drink, Limonade. Sado(= dos à dos), niederländ.-ind. Droschke. Spada(niederländ.-ind.), Diener. Soja (Soy), japan. Pilztunke. Curios, altertümliche Kunst- und Nippsachen etc. Cloisonné, Schmelzfarbenkunst. Kimono, japanischer Hausrock. Scrupkin, Sekt auf Eis. c) Für Japan: Daibuts, große Buddhastatue. Daischi, buddhistischer Heiliger. Gohai, schintoist. Papierstreifen. Hatoba, Bootshafen, Landungsplatz. Kagura, schintoistischer Tanz. Kakemono, Hängebild. Kawa, Bach. Kiku-no-mon, das kaiserliche Chrysanthemum-Wappen. Kuruma= Rikscha (Djinrikscha). Kwaisha= Gesellschaft. Kwankoba, ein Basar. Mitsu-aoi, die drei Blätter des Tokugawawappens. Nippon= Japan. Torii, schintoistisches Tempeltor. Yama, Berg.
Seewesen. Als Hilfsmittel für die Schiffsführung in der Nähe von Land dienen Landmarken (Türme, Berggipfel, Gerüste, sogen. Baken), schwimmende Seezeichen (Tonnen verschiedener Form und Farbe) an den Kanten von Riffen, Sandbänken und »blinden« (unter Wasser liegenden) Klippen, auch Feuerschiffe. Nachts warnt die Küstenbeleuchtung auf Leuchttürmen, Feuerschiffen und Leuchttonnen (Fettgas oder elektrisch) vor Gefahren im Fahrwasser. Die Leuchtfeuer unterscheiden sich als Festfeuer (gleichmäßig leuchtend), unterbrochene Feuer (mit zeitweisen Verdunkelungen), Blinkfeuer (aufblinkend mit großen Dunkelpausen) und Blitzfeuer (mit Blitzen von weniger als 2 Sekunden Dauer), ferner als Wechselfeuer (Farbenwechsel rot, weiß oder grün); um verhängnisvolle Verwechselungen zu meiden, brennen auf benachbarten Leuchttürmen verschiedenartige Feuer. Seekarten, Seehandbücher (Beschreibungen der Küste und der Gefahren des Fahrwassers und Anweisungen für die Schiffahrt), Leuchtfeuerlisten sowie Kompaß, Lot, Logg, Sextant und Chronometer dienen dem Kapitän zur Bestimmung des Schiffsorts. Durch Peilungen (Kompaßrichtungen von Landmarken) wird der Schiffsort auf der Seekarte in Sicht von Land bestimmt; der nach dem Kompaß gesteuerte Kurs und die mit dem Logg gemessene Schiffsgeschwindigkeit geben die Versegelung vom gepeilten Abfahrtspunkt. Auf hoher See wird die Koppelkurs-oder Loggrechnung berichtigt durch astronomische Bestimmung des Schiffsorts, indem mit dem Sextant Sonnen-oder Gestirnshöhen gemessen, dazu die Chronometerzeiten (nach Greenwich-Zeit) beobachtet werden. Einfachste Bestimmung der geographischen Breite erfolgt durch Beobachtung der Mittagshöhe der Sonne; die geographische Länge wird aus Sonnenbeobachtungen vor-oder nachmittags gefunden, indem man den Stundenwinkel der Sonne aus den Messungen berechnet und die daraus gefundene Ortszeit mit der Greenwich-Zeit des Chronometers vergleicht; der Unterschied ist die geographische Länge. Peilungen des Sonnenauf-und-untergangs geben durch einfache Rechnung die wahre Nordrichtung; mit ihr berichtigt man die Fehlweisung des Kompasses, d. h. die örtliche magnetische Mißweisung und Ablenkung des Kompasses, verursacht durch die Stahl-und Eisenmassen des Schiffs. Das tägliche Mittagsbesteck (geographische Breite und Länge) auf hoher See wird den Reisenden bekannt gegeben.
Signalwesen und Flaggen. Wichtig für die Seeschiffahrt sind die Signalsysteme zur Verständigung der Schiffe untereinander auf See. Das Signalisieren mit Flaggen, vom englischen Kapitän Marryat 1848 eingeführt, geschieht mit Hilfe des (in allen Sprachen seefahrender Völker herausgegebenen) Internationalen Signalbuchs.
Die 26 Signalflaggen des Internationalen Signalbuchs zeigen die Farben Rot, Gelb, Blau und Weiß und sind mit Buchstaben bezeichnet. Die Flaggen können wie folgt zusammengestellt werden: 650 Signale mit je zwei Flaggen, 15600 Signale mit je drei Flaggen und 358800 Signale mit je vier Flaggen. Zum Austausch von Mitteilungen sind nur Signale mit zwei oder drei Flaggen erforderlich. Alle dringenden Mitteilungen, z. B. Gesuche um Aufmerksamkeit, Anzeigen von Gefahr oder Not, Aufforderung zur Hilfeleistung, werden nur mit zwei Signalflaggen gemacht; z. B. bedeutet
Signal NC (Flagge N, darunter Flagge C): »Bin in Not, habe unverzügliche Hilfe nötig.« Mit drei Flaggen werden ganze Sätze und Satzteile, mit vier Flaggen geographische Namen, andre (zu buchstabierende) Namen und Schiffsnamen signalisiert. Die Signalgruppen von GQBC bis GWVT sind als Unterscheidungssignale für Kriegsschiffe, die Gruppen von HBCD bis WVTS für Handelsschiffe einer Landesflagge bestimmt. Von jedem Staat werden Listen der eignen Schiffsnamensignale (Unterscheidungssignale) jährlich veröffentlicht.
Auf Entfernungen, welche die Farben nicht mehr erkennen lassen, treten an Stelle der bunten Flaggen die Fernsignale, für die das Signalbuch nur Körper: Ball, Kegel, Zylinder etc., eingeführt hat. Kein Fernsignal besteht aus mehr als drei Zeichen, und höchstens zwei sind von gleicher Form. Die 18 Signalbuchstaben werden durch Fernsignale wiedergegeben, die aus drei Signalzeichen bestehen. Nachtsignale werden auf Grund besonderer Vereinbarungen durch Zeigen weißer oder farbiger Lichter, oft auch nach dem Morsesystem durch lange und kurze Lichtblinke gegeben.
Flaggen. Handelsschiffe sind als solche kenntlich an ihrer (am Heck gehißten) Nationalflagge, die sie im Hafen stets, in See in der Regel nur bei Begegnung von Schiffen führen. Die Reederei erkennt man an der am Großmast gesetzten Reedereiflagge und bei Dampfern auch am Anstrich oder Abzeichen des Schornsteins.— Kriegsschiffe führen die Kriegsflagge am Heck und das Kommandozeichen (Wimpel, Stander, Admiralsflagge) am Topp.
Die beifolgenden Flaggentafeln geben die Handels-und Kriegsflaggen der seefahrenden Nationen sowie die Reedereiflaggen und Schornsteinabzeichen der wichtigsten Dampfergesellschaften wieder.
Flaggen
Hausflaggen, etc.
[ Einige nützliche Angaben für Weltreisende. ]
Entfernungen in Seemeilen (1 Seemeile = 1852 Meter).
A.
Von Hamburg nach
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