Ostindien, südl. Teil. Ostindien, südl. Teil.
Seitentour nach * Buddh Gaya. Mit der Patna Gaya Railway von Bankipur südl. nach (57 M, 92 km) Stat. Gaya ( Dâk Bungalow, fast 2 km vom Bahnhof, Wagen 2 1 / 2 Rup. für 1 / 2 Tag), Stadt mit 71288 Einw.; 5 km östl. vom Bahnhof liegt ein Hindutempel und 2,5 km von diesem der Tempel Bishn Pad (Wischnus Fußtritt) in der alten Stadt. Hauptziel für Buddhaforscher und Archäologen ist der Tempel von Buddh Gaya (11 km südl. von der Stadt Gaya), eine neunstöckige Pagode (nahebei ein Dâk Bungalow. Betten, Essen und Sodawasser mitbringen!); er ist 543 v. Chr. erbaut und ist als Wiege des Buddhismus die heiligste Stätte für einen großen Teil der Menschheit; von Pilgern viel besucht. Der Tempel ist voll von Überlieferungen aus dem Leben Buddhas. Man fährt in 2 St. bis vor den Tempel, meist durch schattige Straße; zur Besichtigung etwa 1 1 / 2 St. erforderlich. Asoka umgab den Tempel mit prächtiger Pfeilermauer (älteste indische Skulpturen: Kentauren, Lotosornamentik, Seejungfrauen, märchenhafte Krokodile mit Elefantenohren, Pferdekopfmenschen). Hinter dem Tempel auf einer Plattform der heilige Bo- oder Pippalbaum ( Ficus religiosa ). In der Nähe der Palast eines Maharadschah, wo Fremde um 4 Uhr empfangen werden.—Nw. ein kleiner, sehr alter Tempel mit stehendem Buddhastandbild.
Von Bankipur sö. weiter nach (305 M, 490 km) Stat. Madhupur.
Ausflüge von hier ins Parasnath-Gebirge auf tempelreicher Pilgerstraße bis 1365 m ü. M. in malerischer Landschaft mit vielen Aussichtspunkten; Eisenbahn (24 M, 39 km) bis Giridh, dann guter Fahrweg 29 km bis zum Fuß der Berge; Träger zum Aufstieg (2 3 / 4 St.) sind in Madhuban zu haben.
Dann über (366 M) Stat. Raniganj, am Ostende der großen Kohlenfelder von Bengalen (viele Fossilien, besonders Farren, ähnlich denen in den australischen und englischen Kohlenflözen, sind dort gefunden). —Bei (463 M) Hooghly Junction Station überschreitet die Eastern Bengal Railway auf schöner Brücke den Hooghly-Fluß, während unsre East Indian Railway auf dem rechten Ufer bleibt und über (466 M) Chandernagore (S.139 ) und Serampore die Endstation (487 M, 784 km) Calcutta, Howrah Terminus (S.135 ), erreicht.
4. Von Bombay nach Madras.
Vgl. die Karte S.96.
Eisenbahn von Bombay nach (793 M, 1278 km) Madras: Great Indian Peninsula Railway und Madras and Southern Mahratta Railway nächster Weg; Schnellzüge (mail trains) mit durchgehenden Wagen I. und II. Kl. in 32 St. für I. Kl. etwa 59, II. Kl. 29 1 / 2 Rup.
Die Bahnstrecke führt in sö. Richtung quer durch das südl. Dekhan, dessen Aufbau man gut verfolgen kann: die schmale westl. Küstenebene, den hohen gebirgsartigen Westrand, das langsam gegen O. sich senkende Hochland, das keinen eigentlichen Gebirgscharakter trägt, und den im Verhältnis zu den Westghats niedrigen Ostrand, dem aber eine breite Küstenebene vorgelagert ist.—Der Einfluß der wechselnden Niederschlagshöhen macht sich in der Vegetation geltend, die am üppigsten an den feuchten Westghats, auf dem Hochland aber streckenweise beinahe steppenartig ist.
Von Bombay (S.53 ), Victoria Stat., bis (34 M) Kalyan s. S.61; hier zweigt die Madraslinie sö. ab, erreicht (54 M) Neral (gute Bahnwirtschaft mit Bädern etc.).
Kleinbahn von Neral in 2 St. nach (13 M) * Matheran (Gasthöfe: Rugby Hotel, in freier Lage; Gymkhana Hotel, mit schöner Aussicht; Granville Hotel; Reitpferde zu haben), 800-1100 m ü. M.; sehr lohnender und beliebter Ausflug von Bombay, vgl. S.63 (im Sommer Sa. bis Mo. stark besucht), bewaldetes Hochland mit prachtvollen Ausblicken auf wilde Felspartien, in die Ebene und bis zum Meer. Schönste Punkte: * Panorama Point im N., * Chaux Point im S.; außerdem lohnend zu besuchen: Louisa Point und Alexandra Point.