G. p. 197. — Son., Zeit, Adressat ist fraglich. Vielleicht 1534–38 in Rom.
G. p. 81. — Madr., Adressat unbekannt. Entstehungszeit etwa Beginn der 40er Jahre.
G. p. 173. — Son., am Anfang der Freundschaft mit Vittoria Colonna entstanden, also in den nächsten Jahren nach 1536. — Vittoria wurde 1490 im Kastell Marino am Abhang der Albanerberge geboren. 1509 vermählte sie sich mit Ferrante Francesco d'Avalos, dem Markgrafen von Pescara. Während ihr Gemahl ein unstetes Kriegsleben führte, lebte Vittoria meist auf Ischia und unterhielt mit den bedeutendsten Geistern ihrer Zeit rege Beziehungen. Sie musste früh auf Mutterglück verzichten und wandte sich ganz geistigen Interessen zu. In das Jahr 1512 fällt das erste ihrer erhaltenen Gedichte und bald entfaltete sie ein reiches Schaffen, von ihrer Zeit als die bedeutendste Frau, „la diva Vittoria Colonna“, gefeiert. 1525 starb Francesco. Von nun an lebte sie immer eingezogener, obwohl stets in Beziehung mit der politischen und künstlerischen Welt, meist in Klöstern, wie San Silvestro in Capite in Rom, San Paolo in Orvieto, Santa Caterina in Viterbo (vgl. den vierten ihrer Briefe an Michelangelo). Infolge der politischen Verhältnisse änderte sie ihren Aufenthalt oft. 1534 kam sie durch die Berührung mit Bernardino Ochino in die religiösen Reformbewegungen des 4. und 5. Jahrzehnts und spielte in ihnen eine nicht unwichtige Rolle. 1534–40 hielt sie sich viel in Rom im Kloster San Silvestro auf, und in die frühere Zeit dieser Periode fällt wohl ihr erstes Zusammentreffen mit Michelangelo, mit dem sie besonders in den Jahren 1538–40 regen Verkehr unterhielt. Die nächste Zeit brachte ihr schweres Leid. In den Kämpfen mit Paul III., 1540–41, wurde die Macht der Colonna vernichtet. Sie zog sich nach Viterbo zurück und blieb dort bis 1544. 1544–47 war sie wieder in Rom, von körperlichen und seelischen Leiden heimgesucht, aber fortwährend in regem Austausch mit den bedeutendsten Persönlichkeiten und selbst literarisch tätig. Die tiefsten ihrer religiösen Dichtungen fallen in diese Zeit. 1547 starb sie im Kloster Sant' Anna de Funari, das ihr letzter Aufenthaltsort gewesen war.
G. p. 46. — Madr., vielleicht um 1540/41.
G. p. 169. — Son. Es liegt in 6 Versionen vor. Diese ist die zweite und wurde 1546 abgefasst. Die erste Fassung, die mit dem Brief 16. an Vittoria abgesandt wurde, fällt in die Jahre 1538–41 oder 1544–46. — Vittoria hatte dem Dichter öfter „Dinge“ (cose), vielleicht eigene Dichtungen, angeboten, und er hatte sich lange geweigert, sie anzunehmen, bevor er ihr nicht ein würdiges Gegengeschenk bieten könne.