(Michelangelo schildert im ersten Teil des Gedichtes die Reize des ländlichen Lebens und stellt diesem die Reihe der Laster gegenüber, die dem Reichen in der Stadt das Leben verbittern: Zweifelsucht, Falschheit, Schmeichelei, Zwist, Betrug, Lüge, endlich, in den folgenden Stanzen, den Hochmut, die Missgunst und die sieben Todsünden, ihre Kinder.)
Der Riese Stolz bläht sich so hoch, dass nimmer
Er uns im Staub gewahrt; manch schöne Stadt
Zermalmt mit plumpen Sohlen er in Trümmer;
Zur Sonne will er schaffen sich den Pfad,
So baut er Turm auf Turm, doch ihren Schimmer
Sah er noch nie, da nur ein Aug' er hat,
Und dies ihm an der Ferse sitzt. Im Wahne
Durchrast die Himmel er gleich dem Orkane.
Die Berge sind den Sohlen jenes Hünen,