Als wenn der Teufel sein Spiel triebe: auf einmal musste Tine niesen ... und ehe sie daran dachte, hatte sie ihre Nase geputzt!
—Lieber Max, willst du nicht böse drum sein? fragte sie mit verhaltenem Lachen.
Er antwortete nicht. Und, wie närrisch es auch scheint oder wirklich ist ... ja, er war wirklich böse deshalb! Und was auch sonderbar klingt: Tine war erfreut darüber, dass er böse war und von ihr erheischte, dass sie mehr sei als die phönizischen Frauen zu Arles, hatte sie auch immerhin keinen Grund, stolz auf ihre Nase zu sein.
Wenn Duclari noch meinte, dass Havelaar »verrückt« sei, hätte man es ihm nicht übel deuten können, wenn er sich in dieser Meinung bestärkt fühlte bei der Wahrnehmung der kurzen Verstörtheit, die, nach dem Naseschnauben und wegen desselben, auf Havelaars Gesicht einen Augenblick zu lesen war. Aber dieser war von Karthago zurückgekehrt, und er las—mit der Schnelligkeit, mit der er lesen konnte, wenn er nicht zu weit von Hause war mit seinem Geiste—auf den Gesichtern seiner Gäste, dass sie die beiden folgenden Thesen aufstellten:
1) Wer nicht will, dass seine Frau sich die Nase putzt, ist verrückt.
2) Wer glaubt, dass eine in schönen Linien gezeichnete Nase nicht geputzt werden braucht, thut verkehrt, diesen Glauben auf Mevrouw Havelaar anzuwenden, deren Nase sich ein bisschen der Kartoffel nähert.
Die erste These liess Havelaar auf sich beruhen, aber ... die zweite!
—O, rief er, als ob er zu antworten hätte, obschon seine Gäste so höflich gewesen waren, ihre Thesen nicht auszusprechen—das will ich Ihnen erklären. Tine ist ...
—Bester Max! sagte sie flehend.