Aha, denke ich mir, es wird schon so sein, daß sich irgendetwas mit unserm Glauben zugetragen hat; und nun beginnt auch Tante Michailiza:
»Marotschka, du weißt sicher nichts, Kind, von dem, was sich heute nacht bei uns ereignet hat?«
»Nein, Pflegemutter, ich weiß nichts.«
»Ach, es ist schrecklich.«
»Erzählen Sie doch schneller, Pflegemutter!«
»Ich weiß nicht, ob ich es erzählen darf.«
»Warum wollen Sie nicht erzählen?« sage ich: »Bin ich denn für Sie ein Fremder und nicht an Sohnesstatt?«
»Ich weiß, mein Lieber, daß du mir wie ein Sohn bist,« antwortet sie, »aber ich habe kein Vertrauen, daß ich es dir auseinandersetzen kann, denn ich bin dumm und einfältig. Warte doch, nach Feierabend kommt der Onkel, und der wird dir gewiß alles erzählen.«
Aber ich konnte nicht warten und drang in sie:
»Erzähle doch, erzähle doch gleich, was alles geschehen ist.«