Aber er antwortet: »Nein ich kann nicht mehr weitergehen, Onkel, ich habe keine Kraft mehr.«

Ich frage besorgt: »Kindchen, was fehlt dir denn?«

Und er erwidert: »Siehst du denn nicht, wie mich der Frost schüttelt?«

Ich sehe, wie er am ganzen Körper zittert und wie seine Augen umherirren. So plötzlich war es geschehen, meine werten Herren. Er hat über nichts geklagt, ist flink einhergegangen, und nun setzt er sich mit einem Male in einem Wäldchen aufs Gras, lehnt seinen Kopf an einen hohlen Baumstumpf und sagt:

»Oh, mein Kopf, oh mein Kopf! Mein Kopf brennt wie Feuerflammen. Ich kann nicht weiter gehen, ich kann keinen Schritt mehr machen.« Und damit neigt sich der Arme zur Erde und fällt hin.

Dies geschah gegen Abend.

Ich war sehr erschrocken, und während ich wartete, ob sein Anfall nicht nachlassen würde, brach die Nacht herein. Es war Herbstzeit und trüb, die Gegend war unbekannt, ringsum nichts als Fichten und alte Tannen, und der Knabe starb einfach hin. Was sollte ich tun? Unter Tränen sagte ich ihm:

»Ljowuschka, Väterchen, raff dich zusammen, vielleicht erreichen wir ein Nachtlager.«

Aber er neigt das Köpfchen zur Seite, wie eine abgemähte Blume, und spricht wie im Fiebertraum:

»Rühr mich nicht an, Onkel Marko, rühr mich nicht an und fürchte dich nicht.«