»Wohin führst du uns?«

»Ich führe niemanden,« sagte er, »alle führt Gott.«

Bei diesen Worten blieb er stehen, und ich sah, daß sich vor uns eine niedrige Mauer mit einem Tor erhob, und in dem Tor ein kleines Pförtchen angebracht war. Der Alte begann daran zu klopfen und rief: »Bruder Miron! Bruder Miron!«

Aber von drinnen antwortet unwirsch eine grobe Stimme:

»Wieder hast du dich nachts herumgetrieben. Bleib im Wald zu Nacht! Ich lasse dich nicht herein!«

Doch der kleine Greis begann zu flehen und freundlich zu bitten:

»Laß ein, Bruder!«

Plötzlich riß der Grobian von innen die Türe auf, und ich sah einen Menschen in der gleichen Kutte, wie sie der Alte trug, vor mir. Er war ein roher Kerl, und kaum hatte der Alte die Füße über die Schwelle gesetzt, als jener ihm einen Stoß versetzte, daß er beinahe zur Erde gefallen wäre. Aber er sagte:

»Segne dich Gott, mein Bruder, für diesen Dienst.«

»Heiland«, denke ich mir, »wohin sind wir geraten!«