Aber Ssewastjan erwidert: »Das ist Unsinn! Können mir denn meine Finger etwas erlauben oder nicht erlauben? Ich bin ihr Herr, und sie sind meine Diener, die mir gehorchen.«
Der Engländer lächelt: »Also wirst du unseren versiegelten Engel nachbilden?«
»Warum denn nicht?« antwortete jener. »Ich gehöre nicht zu den Meistern, die ihr Werk fürchten, sondern mich fürchtet das Werk. So genau werde ich ihn nachbilden, daß Sie ihn vom echten nicht werden unterscheiden können.«
»Gut,« sagte Jakow Jakowlewitsch, »wir werden uns unverzüglich bemühen, die echte Ikone herbeizuschaffen, in der Zwischenzeit beweise mir aber, um mich zu überzeugen, deine Kunstfertigkeit. Male meiner Frau eine Ikone nach altrussischer Art und so, daß sie ihr auch gefällt.«
»Welchem Heiligen zu Ehren soll sie sein?«
»Ja, das weiß ich nicht,« antwortete er, »ihr ist das gleich, nur daß es ihr gefällt.«
Ssewastjan dachte nach und fragte:
»Worum betet denn deine Gemahlin am meisten zu Gott?«
»Ich weiß nicht, mein Freund, ich weiß es nicht, aber ich denke, wahrscheinlich daß aus den Kindern ehrliche Menschen werden.«
Ssewastjan dachte wieder nach und antwortete: