»Nun, was ist denn das? Was haben wir denn gestern angestellt?«
Einer von ihnen hatte auf der Straße etwas von einem Porträt sprechen hören.
»Porträt, Porträt? ... Was für ein Porträt?«
Keiner konnte sich erinnern.
Aber jetzt öffnete sich plötzlich die Tür, und aus dem Kabinett trat der Rittmeister, in Uniform mit Epauletten, mit fest geschlossenem Mund. Er begrüßte sie nicht und begann seine Rede mit Worten, wie sie Gogol viel später seinem Skwosnik-Dmuchanowskij in den Mund gelegt hat:
»Ich habe Sie hieher gerufen, meine Herren, um Ihnen eine unangenehme Mitteilung zu machen: gegen Sie ist bei der Zivilbehörde Klage eingereicht worden, und ich wurde vom Stadtamt davon benachrichtigt; ich muß Sie arrestieren. Geben Sie mir bitte Ihre Säbel, und wollen Sie mir sofort aufrichtig erklären: was haben Sie gestern abend in dem Laden getan?«
Die Offiziere nahmen widerspruchslos ihre Säbel ab und übergaben sie dem Schwadronschef, aber bezüglich der »aufrichtigen Erklärung« antworteten sie, sie wären selber froh, wenn sie wüßten, was sie eigentlich getan hätten, aber sie könnten sich dessen nicht mehr entsinnen.
Der Rittmeister zog die Brauen zusammen und entgegnete noch schärfer:
»Ich bitte Sie nicht zu scherzen, ich spreche mit Ihnen dienstlich, als Ihr Ältester!«
»Das ist kein Scherz«, erwiderte einer der Angeklagten, »wir erinnern uns, bei Gott, nicht mehr.«