Ssergej hörte auf Katerina Lwowna; er glitt den Balken nicht hinunter, sondern kauerte sich auf der Galerie unter dem Dachvorsprung nieder.

Katerina Lwowna hört indessen, wie ihr Mann dicht vor die Türe kommt und mit verhaltenem Atem lauscht. Sie hört sogar sein Herz vor Eifersucht klopfen; sie fühlt aber kein Mitleid, sondern nur ein böses Lachen in sich aufsteigen.

»Ja, suche nur den gestrigen Tag!« denkt sie sich und lächelt so unschuldig wie ein neugeborenes Kind.

Das dauerte an die zehn Minuten. Schließlich wurde es Sinowij Borissowitsch zu dumm, draußen zu stehen und zu lauschen, wie seine Frau schläft. Er klopfte an ...

»Wer ist da?« rief Katerina Lwowna nach einer Weile mit verschlafener Stimme.

»Einer von der Familie«, antwortete Sinowij Borissowitsch.

»Bist du es, Sinowij Borissowitsch?«

»Natürlich! Als ob du es nicht hörtest!«

Katerina Lwowna sprang im bloßen Hemd auf, ließ den Mann ein und schlüpfte wieder in das warme Bett.

»Vor Sonnenaufgang ist es immer so kalt,« sagte sie, sich in die Decke hüllend.