Platow aber antwortet:

»Mir, Eure Majestät, ist nichts für mich selber nötig, da ich esse und trinke, wozu ich Lust habe, und mit allem zufrieden bin; ich bin aber« — spricht er — »gekommen, wegen dieses ‚Nymphusoriums‘ zu berichten, das man ausfindig machte; das« — spricht er — »war so und so, und folgendermaßen hat es sich vor meinen Augen in England zugetragen — und dort bei ihm liegt ein Schlüsselchen, ich aber besitze ihren ‚Winzigseher‘, in dem man es sehen kann; und mit diesem Schlüssel durch das Löchelchen in seinem Bäuchelchen kann man dies ‚Nymphusorium‘ aufziehen, und es wird hüpfen, wo und wann man es wünscht und zur Seite Variationen machen.«

Man zog den Floh auf, er begann zu springen. Platow aber spricht:

»Dies,« — spricht er — »Eure Majestät, ist wirklich eine sehr feine und interessante Arbeit; nur ziemt es sich nicht, daß wir uns darüber lediglich wundern mit entzücktem Gefühl, vielmehr muß man sie russischen Meistern in Tula oder in Sesterbek (damals nannte man noch Sestrorezk — Sesterbek) zeigen — ob nicht unsere Meister erreichen können, daß die Engländer sich nicht mehr über die Russen überheben.«

Kaiser Nikolai Pawlowitsch hegte großes Zutrauen zu seinen Leuten und liebte es nicht, sie irgend einem Ausländer hintanzusetzen, er antwortete denn auch Platow:

»Das sprichst du gut, wackerer Greis! Und ich übertrage dir diese Sache. Ich brauche sowieso dieses Schächtelchen nicht, bei meinen vielen Sorgen. Du aber nimm es mit dir und lege dich nicht mehr auf dein ‚Verdrußsofa‘, fahre vielmehr zum stillen Don und führe dort mit meinen Donzern vertrauliche Gespräche über ihr Leben, ihre Ergebenheit und was ihnen beliebt. Wenn du aber durch Tula kommen wirst, so zeige meinen Tulaer Meistern dieses ‚Nymphusorium‘, dann mögen sie darüber nachdenken. Sage ihnen von mir, daß mein Bruder sich über dies Ding erstaunte und die Fremdländer, die das ‚Nymphusorium‘ machten, über alles lobte; daß ich aber auf die Meinen baue, daß sie durchaus nicht schlechter sind. Sie werden mein Wort nicht zuschanden werden lassen und irgend etwas erfinden.«

V

Platow nahm den stählernen Floh, und als er durch Tula zum Don fuhr, zeigte er ihn den Tulaer Waffenschmieden, überbrachte ihnen das Wort des Kaisers und fragte sie dann:

»Wie soll es jetzt mit uns sein, Rechtgläubige?«

Die Waffenschmiede antworteten: