Platow lief zurück, um von dem ‚Winzigschauer‘ zu erzählen, dem Linkser aber drohte er nur:

»Ich werde dir« — spricht er — »du ... so und so ... noch etwas geben ...«

Und er befiehlt seinen Leuten, dem Linkser noch stärker die Ellenbogen zurückzubinden, selber aber steigt er die Stufen hinauf, keucht und spricht sein Gebet: »Gesegnete Mutter des gesegneten Königs, Allerreinste und Reine ...« usw., wie es sich gehört. Die zarischen Hofdiener, die auf den Stufen stehen, wenden sich alle von ihm ab und denken: Platow ist hineingefallen, und sogleich wird man ihn aus dem Schloß wegjagen — denn sie konnten ihn nicht ausstehen wegen seiner Tapferkeit.

XIII

Als Platow dem Kaiser die Worte des Linksers hinterbrachte, spricht der sogleich mit Freuden:

»Ich weiß, daß meine Russen mich nicht betrügen werden« — und befahl, den »Winzigschauer« auf einem Kissen zu reichen.

In einem Augenblick ward der ‚Winzigschauer‘ gebracht, und der Kaiser nahm den Floh und legte ihn unter das Glas: zuerst mit dem Rücken nach oben, dann mit der Seite, dann mit dem Bäuchelchen — mit einem Worte, man drehte ihn nach allen Seiten, sah aber garnichts. Der Kaiser verlor aber auch da nicht seinen Glauben, er sagte nur:

»Man führe jenen Waffenschmied, der sich unten befindet, sogleich hierher zu mir.«

Platow berichtet:

»Man müßte ihn umkleiden — er ward genommen wie er war und ist jetzt gar sehr in schlechtem Aussehen.«