»Man muß« — spricht er — »nur sein einzelnes Füßchen unter den ganzen ‚Winzigschauer‘ führen und im einzelnen auf jedes Ferschen schauen, womit er auftritt.«
»Erbarme dich, sag’ einmal« — spricht der Kaiser — »dies ist schon allzufein.«
»Aber was soll man denn machen« — antwortet der Linkser — »wenn man nur so unsere Arbeit bemerken kann: dann wird sich auch das ganze Staunen offenbaren.«
Sie legten den Floh so hin, wie der Linkser gesagt hatte, und als der Kaiser nur eben in das obere Glas schaute, so strahlte er auch nur so — er nahm den Linkser, so wie er war, unfrisiert und ungewaschen, voll Staub — umarmte ihn und küßte ihn, darauf aber wandte er sich an alle Hofleute und sagte:
»Seht ihr, ich wußte besser als ihr alle, daß meine Russen nicht versagen werden. Schaut bitte hin, die Schelme haben dem englischen Floh Hufeisen angeschmiedet!«
XIV
Alle begannen heranzutreten und zu schauen: der Floh trug tatsächlich an allen seinen Füßen wirkliche Hufeisen, der Linkser aber bemerkte, daß auch dies nicht das ganze Erstaunliche sei.
»Wenn« — spricht er — »ein besserer ‚Winzigschauer‘ da wäre, der fünfmillionenmal vergrößert, so würden Sie,« spricht er, »geruhen zu erschauen, daß auf jedem Hufeisenchen der Name steht: welcher russische Meister dieses Hufeisen schmiedete.«
»Ist auch dein Name dabei?«
»Keineswegs« — antwortet der Linkser — »eben mein Name fehlt nur.«