Nun sehe ich, daß der Onkel mit den Füßen den gestrigen »Trepak« zu Ende tanzt; ob seine Seele aber auch wirklich als reine Flamme in den Himmel strebt?

Kaum hatte ich mir das gedacht, als er, gleichsam als Antwort auf meinen Zweifel, tief aufseufzte und aufschrie:

»Ich erhebe mich nicht, ehe Du mir vergeben hast! Du allein bist heilig, und wir alle sind verdammt!« Und er fing zu schluchzen an.

Er schluchzte so herzerweichend, daß auch wir drei in Tränen ausbrachen: »Herr, erfülle sein Flehen!«

Und wir merken gar nicht, wie er schon neben uns steht und mit frommer Stimme zu mir sagt:

»Komm, wollen wir uns stärken.«

Die Klosterfrauen fragen ihn:

»Hatten Sie auch die Gnade, den Lichtschein zu sehen, Väterchen?«

»Nein,« antwortete er, »den Lichtschein habe ich nicht gesehen, aber diese Gnade ward mir zuteil ...«

Und er ballte die Faust zusammen und hob sie langsam, wie man einen Jungen am Schopf in die Höhe hebt.