»Wenn das so ist, so wirf mich nur ins Wasser.«
Der Bootsmann nahm ihn auf den Rücken und trug ihn zum Bord.
Die Matrosen sahen dies, hielten sie an und teilten das dem Kapitän mit; der aber befahl, sie beide unten einzuschließen und ihnen Rum und Wein zu geben und kalte Speisen, damit sie essen und trinken und ihre Wette ausrichten könnten. Aber den heißen »Studing« ihnen brennend zu geben verbot er, damit bei ihnen im Innern der Spiritus sich nicht entzünden könne.
So brachten sie sie eingesperrt bis nach Petersburg, und jene Wette hatte keiner an den andern verloren, dort aber legte man sie auf gleiche Tragbahren und brachte den Engländer ins Gesandtenhaus auf dem »Englischen Quai«, den Linkser aber ins Polizeirevier.
Von da an begann ihr Schicksal sich gar sehr zu unterscheiden.
XVIII
Als man den Engländer ins Gesandtenhaus gebracht hatte, rief man sogleich einen Arzt und einen Apotheker zu ihm. — Der Arzt befahl, ihn in seiner Gegenwart in eine warme Wanne zu setzen, der Apotheker aber drehte sogleich eine Guttaperchapille und steckte sie ihm in den Mund, darauf aber legten sie ihn beide zusammen auf ein Federbett, bedeckten ihn mit einem Pelz und ließen ihn schwitzen, damit ihn aber niemand störe, ward in der ganzen Gesandtschaft der Befehl gegeben, daß niemand zu niesen wage. Es warteten der Arzt und der Apotheker, bis der Bootsmann eingeschlafen war, und dann bereiteten sie ihm eine zweite Guttaperchapille, legten sie neben das Kopfende auf ein Tischchen und gingen hinaus.
Den Linkser dagegen legte man im Polizeihaus auf den Fußboden und man fragte ihn: Wer er ist, und von woher, und ob er einen Paß, oder ein anderes »Tugament« besitze?
Er aber war von der Krankheit, vom Trinken und vom langen Schwanken so schwach geworden, daß er kein Wort antwortet, vielmehr nur stöhnt.
Darauf suchten sie ihn sogleich aus, nahmen ihm sein Kleid ab, nahmen ihm auch die Trepetiruhr und das Geld, und ihn selber befahl der Polizeimeister in der ersten besten Droschke kostenlos ins Krankenhaus abzuliefern.