Mir wurde es plötzlich so unheimlich zumute, wie wenn ich mit dem berühmten Zauberer Pan Twardowski gesprochen hätte. Um mir neuen Mut zu machen, trat ich an den Tisch, auf dem die Schnäpse standen, und unterhielt mich eine Weile mit dem Kameraden, der vorhin die Bedeutung des Wortes Mystiker erläutert hatte. Und als ich nach einiger Zeit, wie von einer Welle erfaßt, zum Kartentisch geworfen wurde, hielt der Pole schon die Bank.
Auf dem Tische vor ihm waren Riesensummen von Gewinnen und Verlusten angekreidet, und alle Gesichter drückten Feindseligkeit gegen ihn aus, die sich auch in allerlei dummen Bemerkungen äußerte. Die Situation wurde von Augenblick zu Augenblick gespannter und drohte mit ernsten Unannehmlichkeiten.
Es erschien mir ganz unmöglich, daß die Sache ohne Unannehmlichkeiten ablaufen könnte: ein böses Ende schien schon vom Schicksal beschieden.
VI
Als ich wieder am Kartentisch stand, bemerkte jemand, wie nebenbei zu Awgust Matwejitsch, daß das Armband, das auf seinem Handgelenk hin und herrutschte, ihm beim Bankhalten hinderlich sein müsse. Und er fügte dem noch hinzu:
»Vielleicht wäre es besser, wenn Sie diesen Frauenschmuck ablegten.«
Awgust Matwejitsch bewahrte aber seine Ruhe und antwortete:
»Es wäre allerdings besser, wenn ich ihn ablegen könnte, ich kann aber Ihrem guten Rat nicht folgen: das Armband ist festgenietet.«
»Ein seltsamer Einfall, einen Sklaven zu spielen!«
»Warum auch nicht? Als Sklave fühlt man sich zuweilen gar nicht schlecht.«