„Das war der Mitropolit,“ gab ich zur Antwort.

„Das kann doch wohl nicht sein!“

„Ist aber schon, er selbst.“

„Ach! mein Gott! ... welches Glück ... jetzt werden wir zu Hause allen erzählen, daß der Metropolit mit uns gesprochen hat ... Die Leute werden es gar nicht glauben wollen! ... Und wie freundlich, zuvorkommend und herablassend er ist ...“

„Er ist unser Orlover Landsmann,“ sprach ich.

„Gewiß hat er nach dem Dialekt erkannt, daß wir Orlover sind und ist deshalb so freundlich mit uns gewesen.“

Über diese Begegnung waren sie so glücklich, daß sie zu weinen anfingen.

Ja, dieser Greis war tatsächlich der Mitropolit selbst, welcher sofort erkannte, wess’ Geistes Kinder er vor sich zu stehen habe; Sünderinnen konnte man meine Landmänninnen weniger nennen, wohl aber beschränkt ... dumm!

Alles dieses erzähle ich nur deshalb, um Gelegenheit zu geben, den Charakter des Mitropoliten richtiger beurteilen und um daraus den Schluß ziehen zu können, wie sich derselbe in der Angelegenheit des Juden benehmen wird, in einer Angelegenheit, in welcher wir alle, die Juden bemitleidend, nichts machen konnten, ja selbst die höchste, einflußreichste und machtbesitzende Persönlichkeit machtlos und ohne Einfluß blieb.

Wir gingen alle um das Feuer herum, in welchem die Kastanien lagen, aber niemand traute sich dieselben herauszuholen, da er fürchtete sich zu verbrennen; diese Mühe blieb dem Mitropoliten vorbehalten, einer Person, welche der ganzen Angelegenheit völlig fremd gegenüberstand.