Und weder der Pop noch der Diakon vergaßen die Rücksichtslosigkeit und Grobheit des Dukač, namentlich jetzt, zu einer Zeit, wo sie dem stolzen Kasaken sehr nötig waren.

Dukač blieb nichts andres übrig, als in den saueren Apfel zu beißen.

Aber er stellte dies schlau an; um einer persönlichen Absage zu entgehen, ließ er die Frau des Popen und den Gerichtsbeamten durch seinen Verwandten einladen.

Und damit diese Einladung einen Erfolg hätte, versorgte er den Agap mit Geschenken, wie es im Dorfe bei solchen Gelegenheiten üblich zu sein pflegt.

Aus der alten Erbkiste holte er für die junge Frau des Popen einen breiten Kamm aus Elfenbein; für den Beamten ein Trinkglas mit eingeschliffenem Hahn und einer deutschen Inschrift.

Aber dieses alles hatte keinen Erfolg gehabt.

Sowohl die Frau des Popen als der Beamte lehnten die Ehre Paten zu stehen bei Dukačs Kind ab, und nahmen die Geschenke nicht an, ja sie lachten sogar Agap aus, indem sie meinten, warum sich Dukač gar so viel Mühe nehme sie gerade zu Paten haben zu wollen, jedenfalls deshalb, weil sich wohl niemand anderer gefunden habe das Kind eines Betrügers und Wucherers aus der Taufe heben zu wollen.

Und als Agap sich erkühnte die Frage zu stellen, ob es wohl angeht, daß ein Kind eine Woche lang ungetauft bleiben könnte, da prophezeite Vater Jakob, daß das Kind nicht bloß eine Woche, sondern sein Leben lang ungetauft bleiben wird.

Als der alte Dukač diesen Bericht zur Kenntnis nahm, da ballte er seine Rechte zu einer Faust, hielt sie dem Agap unter die Nase und beauftragte ihn dem Popen ein gleiches für seine Prophezeihung zu zeigen; und um den Agap rasch aus der Stube zu entfernen, packte er ihn beim Kragen und warf ihn einfach zur Tür hinaus.

Fünftes Kapitel.