„Seien Sie ohne Sorgen ... das wird er nicht sagen ... obzwar er ein sehr studierter Herr ist, muß er doch das tun, was seine Frau will ... Er beruft sich stets auf die Bibel, muß aber schließlich doch alles tun, was alle Männer tuen ... der Frau folgen ... Ich kenne ihn sehr wohl, und war schon einigemal in seiner Gesellschaft ... Einmal nahm er sich vor keinen Branntwein zu trinken und berief sich auf die Bibel, wo es stehen soll: trinkt euch mit Wein nicht voll, denn das ist Sünde ... ich aber antwortete ihm: wenn es auch Sünde sei Branntwein zu trinken, so trinken sie doch ein Gläschen, und er ... trank.“
„Hat er wirklich getrunken?“
„Gewiß ... getrunken.“
„Nun gut ... schau jedoch, daß er sich nicht früher betrinkt und unser kleines Kind nicht beschädigt und ihn nicht etwa auf die Namen Ivan oder Nikolaus tauft.“
„Das soll er wohl bleiben lassen, ein christliches Kind Nikolai zu taufen ... Weiß ich denn nicht, daß dies ein Moskauer Name ist.“
„So ist’s ... Nikolai ist ein Moskauer.“
Es stellte sich jedoch ein Hindernis ein, nämlich: Kerasivna besaß keinen so großen und warmen Pelz, um das Kind nach Peregudi fahren zu können und der Tag war frostig, bitterkalt ... es herrschte geradezu eine „barbarische Kälte“; dafür besaß die Dukačin einen prächtigen Pelz mit blauem Tuche benäht.
Dukač holte denselben aus dem Hause und gab ihn der Kerasivna, ohne ein Wort zu sprechen.
„Jetzt,“ meinte er, „zieh rasch den Pelz an, oder besser, behalte ihn für immer, doch mach’, daß das Kind bald nach Peregudi kommt, damit die Leute nicht sagen, des Dukač Kind sei schon drei Tage ungetauft.“
Kerasivna sträubte sich zwar im Anfang gegen das Geschenk, doch gab sie bald nach.