„Lese!“ befahl der Bischof.
„Wir lesen,“ fing der Vikarius an, „beim heiligen Grigorij dem Gottesgelehrten über den heiligen Vasilij, daß er für die Christen solange ein Heide gewesen, bis er zum Seelenhirten geweiht wurde.“
„Bis was er wurde?“ unterbrach ihn der Bischof.
Der Vikarius entgegnete:
„Ich tat dies alles aus Amtseifer, als es sich gezeigt hat, daß dieser in einem solchen Amte ungetauft sei.“
Nun aber stieß der Bischof ungeduldig mit dem Fuße auf:
„Du wiederholst immer eines und dasselbe! Es scheint, daß Deiner Ansicht nach man zum Moses durch die Wolke gelangen kann, um getauft zu werden, nicht aber zum Christus? — Es ist schon gesagt worden, daß diese, die Taufe suchten, durch die feuchte Wolke unter Todesfurcht drangen, daß sie mit dem vom Himmel auf die Stirne des Kindes gefallenem und aufgetautem Wasser dasselbe mit dem Zeichen des Kreuzes im Namen der heiligen Dreieinigkeit in den Schoß der Kirche brachten. — Was willst Du noch mehr? — Du bist ein streitsüchtiger, unduldsamer, zänkischer Mann und taugst nicht für die Arbeit in Christo: an Deine Stelle setze ich den Popen Sava; und ihr, Jungens, gehet ruhig nach Hause und fürchtet euch nicht, der Pope Sava, der euch gut ist, ist auch mir gut und Gott genehm. Geht mit Gott nach Hause.“
Die Kasaken fielen dem Bischof zu Füßen und dankten für seine Güte.
„Nun, seid ihr zufrieden?“
„Sehr, sehr zufrieden,“ gaben sie einstimmig zur Antwort.