Nachwort

Dostojewski schreibt an einen Freund: »Wir alle kommen aus dem Mantel.« Aus diesem Satze erhellt deutlich die Bedeutung dieser unvergleichlichen Erzählung. Es handelt sich hier nicht um eine neue Kunstform oder eine neue Stimmung, vielmehr ganz und gar um einen neuen Menschen. Was die Fresken Masaccios für die Renaissance bedeuten, das bedeutet Gogols »Mantel« für die großen Erzähler des russischen Volkes. In Dostojewskis »Karamasows« hat das, was im »Mantel« begonnen wurde, sein Ende und sein größtes Maß erreicht. Der Mensch im »Mantel« erst ist die völlige Überwindung des Menschen des achtzehnten Jahrhunderts, er ist es und nicht die Romantiker oder Edgar A. Poe oder der Mensch Balzacs.

R. K.

Gedruckt in der Spamerschen Buchdruckerei, Leipzig

Im Insel-Verlag zu Leipzig erschienen:

TAUSEND UND EINE NACHT. Aus der von Felix Paul Greve besorgten vollständigen Ausgabe ausgewählt von Paul Ernst. Doppeltitel, Initialen und Einbandzeichnung von Marcus Behmer. Vier Bände. In Halbleinen mit Überzug nach Zeichnung von Marcus Behmer 16 M.; in Leder 28 M.

Durch unsere vollständige Ausgabe erhielt der deutsche Leser zum erstenmal einen Begriff von der echten Dichtung der Tausend und ein Nächte, die bisher nur in Bearbeitungen bei uns bekannt war. Auch die neue Insel-Auswahl beruht auf der vollständigen Übertragung und ist wirklich Auswahl, nicht aber Kürzung und Bearbeitung.


DIE ERZÄHLUNGEN AUS DEN TAUSEND UND EIN NÄCHTEN. Erste vollständige deutsche Ausgabe in zwölf Bänden, auf Grund der Burtonschen englischen Ausgabe besorgt von Felix Paul Greve. Mit einer Einleitung von Hugo von Hofmannsthal und einer Abhandlung von Professor Karl Dyroff über Entstehung und Geschichte des Werkes. Titel- und Einbandzeichnung von Marcus Behmer. Geheftet 60 M.; in Leinen 72 M.; in Leder 84 M.