„Und die Herren sind ganz verschossen in sie. Ich dagegen muß gestehen, daß ich nichts an ihr finden kann.“

„Sie ist schrecklich affektiert, geradezu unerträglich affektiert.“

„Ach liebste Anna Grigorjewna, sie ist kalt wie ein Marmorbild, ohne den geringsten Ausdruck im Gesicht.“

„Nein, wie affektiert, wie schrecklich affektiert sie ist, Gott, wie affektiert! Wer sie das nur gelehrt haben mag? Aber ich habe noch nie ein Mädchen gesehen, das ein so geziertes Wesen gehabt hätte.“

„Liebste, Sie ist eine Marmorstatue, und bleich wie der Tod.“

„Ach, sagen Sie doch das nicht, Sofia Iwanowna, sie legt ja Rot auf, daß es ’ne Schande ist.“

„Nein, was sprechen Sie, Anna Grigorjewna; sie ist ja bleich wie Kreide, ganz wie Kreide.“

„Meine Liebe, ich habe doch neben ihr gesessen, die Schminke sitzt ihr ja fingerdick auf den Wangen, und bröckelt stückweise ab wie der Kalk von der Wand. Das hat sie von ihrer Mutter. Die ist selbst eine abgefeimte Kokette, aber die Tochter ist der Mutter noch über.“

„Nein, erlauben Sie, nein, sagen Sie selbst, wobei ich schwören soll, ich gebe gleich alles hin, meinen Mann, meine Kinder, all mein Hab und Gut, wenn sie auch nur ein bißchen, ein Fünkchen, auch nur einen Anflug von Farbe hat!“

„Ach, was reden Sie bloß, Sofia Iwanowna,“ sagte die in jeder Beziehung angenehme Dame, und schlug die Hände zusammen.