„Wofür werden wir denn so gestraft, Gevatter? Bei dir ist’s ja noch nicht schlimm: du wirst doch wenigstens nur beschuldigt, einen anderen bestohlen zu haben; aber mich Unglücksmenschen verleumdet der Satan: ich soll mir selbst ’ne Stute gestohlen haben. Es ist uns wohl nicht beschieden, auch mal ein bißchen Glück zu haben, Gevatter!“

„O weh uns armen Waisen!“

Und die beiden Gevatter fingen heftig an zu schluchzen.

„Was hast du, Tscherewik?“ fragte da Grytzko, der in diesem Augenblicke eintrat. „Wer hat dich gebunden?“

„Ach, Golupupenko, Golupupenko!“ schrie Tscherewik freudig. „Gevatter, das ist der, von dem ich dir erzählt habe. O, das ist ein tüchtiger Kerl! Gott soll mich hier auf der Stelle töten, wenn er nicht einen Krug ausgelutscht hat, so groß wie dein Kopf; und dabei verzog er keine Miene!“

„Nun, Gevatter, und warum hast du einen solchen Prachtkerl abgewiesen?“

„Sieh,“ fuhr Tscherewik zu Grytzko gewandt fort: „Gott straft mich wohl, weil ich mich gegen dich versündigt habe. Vergib mir, lieber Junge! Bei Gott, ich hätte ja alles für dich getan .... Aber was soll man da machen! Der Satan sitzt in meiner Alten!“

„Ich trage nie jemandem Böses nach! Wenn du willst, so befreie ich dich!“

Er winkte den Burschen, und dieselben jungen Leute, die Tscherewik bewacht hatten, eilten herbei, ihn zu entfesseln.

„Nun aber wird Hochzeit gemacht, wie’s sich gehört! Und wir wollen tanzen, daß uns vom Hopsen die Beine ein ganzes Jahr lang weh tun!“