„Was wagen Sie, mein Herr! Sie vergessen allen Anstand, Sie vergessen alle Achtung, die Sie meinem Stande und meiner Familie schuldig sind! Wie können Sie es wagen, einen Menschen mit einem so schimpflichen Namen zu belegen?“
„Was ist denn Schimpfliches daran? Und was fuchteln Sie so mit den Händen, Iwan Iwanowitsch?“
„Ich wiederhole. Wie konnten Sie es wagen, den Anstand so gröblich zu verletzen und mich einen Gänserich zu nennen?“
„Ich huste Ihnen was, Iwan Iwanowitsch! Was gackern Sie denn so?“
Jetzt konnte sich Iwan Iwanowitsch nicht länger beherrschen. Seine Lippen zitterten, sein Mund verlor die gewöhnliche Form (aus dem V wurde ein O), er blinzelte so mit den Augenwimpern, daß einem angst und bange werden konnte. Das passierte Iwan Iwanowitsch äußerst selten, er mußte schon außerordentlich erzürnt sein. „So erkläre ich Ihnen hiermit,“ rief Iwan Iwanowitsch, „von heute ab kenne ich Sie nicht mehr!“
„Großes Unglück! Bei Gott, das soll mir keine Träne auspressen,“ antwortete Iwan Nikiforowitsch. — Aber er log, bei Gott, er log. Es tat ihm schrecklich leid.
„Ich werde nie wieder die Schwelle Ihres Hauses betreten!“
„Aha!“ rief Iwan Nikiforowitsch; er wußte vor Verdruß nicht, was er tun sollte — und sprang ganz gegen seine Gewohnheit auf.
„Hallo Alte.“
In der Tür erschienen das alte dürre Weib und ein kleiner Junge, der in einem großen langen Rock steckte und sich beständig darin verwickelte.