„Und ist sie verheiratet? So sprich doch, sprich! Wie merkwürdig du bist! Was macht sie jetzt?“

„Sie hat seit zwei Tagen nichts mehr gegessen!“

„Was?“

„Die Einwohner unserer Stadt haben schon lange kein Stück Brot mehr gesehen, sie nähren sich nur noch von Erde ...“

Andrij erstarrte vor Entsetzen.

„Das Fräulein hat dich von der Stadtmauer aus bei den Saporogern gesehen und mir den Auftrag gegeben: „Geh und sag dem Ritter: wenn er sich meiner erinnert, soll er zu mir kommen, wenn nicht — so soll er dir ein Stück Brot für meine alte Mutter geben — ich kann nicht sehen, wie meine Mutter vor meinen Augen stirbt. Es ist besser, ich sterbe zuerst und dann sie. Bitte ihn, umschlinge seine Knie und küsse seine Füße; er hat auch eine alte Mutter, er soll mir um ihretwillen ein Stück Brot geben.“

Die widerstreitendsten Gefühle erwachten in Andrij und bewegten die Brust des jungen Kosaken.

„Wie ist dir’s nur gelungen, hierher zu kommen?“

„Ich habe einen unterirdischen Gang benutzt.“

„Gibt es denn einen unterirdischen Gang hierher?“