Schewakin (ihn nicht verstehend). Ja, ich habe auch schon etwas gegessen. Sehen Sie, ich weiß, ich habe noch einen großen Weg vor mir, und es ist heute sehr kalt; da habe ich ein Stückchen Brot mit Hering zu mir genommen.
Eierkuchen. Nein, Sie scheinen mich nicht richtig verstanden zu haben; Eierkuchen — das ist mein Familienname.
Schewakin (sich verbeugend). Ah, das freut mich sehr! ... Verzeihen Sie, ich höre etwas schlecht. Ich verstand, Sie wollten sagen: Sie hätten Eierkuchen gegessen.
Eierkuchen. Ja, was soll man machen! — Ich wollte schon den General um die Erlaubnis bitten, mich Eierkuchler nennen zu dürfen. Aber meine Verwandten waren dagegen, sie meinten, das hätte wieder zu viel Ähnlichkeit mit „Ei Verfluchter“ ...
Schewakin. Ja, es passieren schon solche Geschichten. Sehen Sie z. B. unser ganzes drittes Geschwader: sämtliche Offiziere und Matrosen hatten so merkwürdige Familiennamen .... Herr von Spülicht, Herr von Süffel, Leutnant von Schweißlappen, und ein Kadett, übrigens sonst ein famoser Kerl, hieß ganz einfach: Loch, so daß man den Kapitän manchmal rufen hörte: Komm doch mal her, Löchlein. Auch die anderen machten sich oft über ihn lustig und riefen ihm zu: Ach du Loch, du Löchlein du! (Es schellt. Thekla läuft durch das Zimmer und öffnet.)
Eierkuchen. Eh, guten Tag, Mütterchen!
Schewakin. Guten Tag, wie geht’s, meine Seele?
Anutschkin. Guten Tag, Mütterchen Thekla Iwanowna.
Thekla (kommt atemlos gelaufen). Danke schön, danke schön, meine lieben Herren. Gut, gut.
(Sie öffnet die Tür, im Vorzimmer hört man Stimmen: „Zu Hause?“ „Jawohl!“ Dann hört man ein paar unverständliche Worte, worauf Thekla ärgerlich ausruft: „Du bist mir aber auch einer!“ ...)