Agathe Tichonowna. Das werden sie mir nicht glauben. Sie werden erst fragen: wie, warum, weswegen ...

Kotschkarjow. Ja, wollen Sie die Gesellschaft auf einmal loswerden, dann sagen Sie doch einfach: „Macht daß ihr rauskommt, Ihr Esel!“

Agathe Tichonowna. Aber nein, so was sagt man doch nicht!

Kotschkarjow. Versuchen Sie’s nur mal, seien Sie sicher, danach laufen sie alle davon.

Agathe Tichonowna. Nein, das wäre ja geradezu grob.

Kotschkarjow. Aber Sie sehen sie doch nicht mehr wieder. Da kann’s Ihnen doch gleich bleiben.

Agathe Tichonowna. Es schickt sich aber doch nicht. Und dann, sie könnten in Wut geraten.

Kotschkarjow. Das ist doch kein Unglück, wenn sie böse werden. Wenn’s noch irgendwelche Folgen hätte, dann wär’s was anderes. Das Schlimmste, was Ihnen passieren kann, ist, daß Ihnen der eine oder der andere ins Gesicht spuckt. Weiter nichts! ...

Agathe Tichonowna. Nun, da sehen Sie’s!

Kotschkarjow. Nun? Was schadet denn das? Manch einem ist das schon ein paarmal passiert. Bei Gott! Da hab’ ich einen Bekannten, einen hübschen Kerl, mit roten Backen, der hat seinem Chef so lange auf dem Hals gelegen, ihn um Zulage gequält, bis der es schließlich nicht mehr aushielt, und ihm gradweg ins Gesicht spuckte. Bei Gott! „Da hast du deine Zulage,“ hat er ihn angebrüllt, „laß mich in Ruhe, du Satan!“ aber bekommen hat er die Zulage nachher doch. Was hat’s ihm geschadet, daß er ihn angespuckt hat? Ja, hätte er kein Taschentuch bei sich gehabt! Aber er hatte ja eins in der Tasche, nahm es heraus und wischte sich ab. (Draußen schellt es.) Aha, es klopft, da kommt wohl schon einer angezogen. Aber jetzt möchte ich keinem von ihnen begegnen. Sagen Sie, gibt es hier keinen zweiten Ausgang?