Eierkuchen. Was hat mir denn aber die Vermittlerin gesagt ... Oh, diese Bestie, dieser Auswurf der Menschheit! (Beiseite.) Aber vielleicht lügt er nur? Ich muß die Alte einem strengen Verhör unterziehen. Und sollte etwas Wahres dran sein, na, dann soll sie mir ein ander Liedchen anstimmen.
Anutschkin. Dürfte ich Ihnen auch mit einer Frage lästig fallen? ... Ich muß gestehen, ich spreche selbst nicht Französisch, und da ist es außerordentlich schwer zu beurteilen, ob eine Dame es kann oder nicht. Spricht sie Französisch?
Kotschkarjow. Ach wo, keine Ahnung hat sie!
Anutschkin. Was sagen Sie?
Kotschkarjow. Wie, ich muß das doch wissen! Sie war ja mit meiner Frau im selben Pensionat. Ihre Faulheit war geradezu berühmt; kurz, immer war sie die Dumme. Vor allem der französische Lehrer, der hat sie beständig mit dem Stock geschlagen.
Anutschkin. Denken Sie sich! Sofort, als ich sie sah, hatte ich’s im Gefühl: die versteht kein Französisch.
Eierkuchen. Ach, hol’ euch der Teufel mit eurem Französisch. Aber dieses verfluchte Weib, die Thekla Iwanowna, diese Bestie, diese alte Hexe! Wenn Sie bloß wüßten, wie schön sie mir das alles ausgemalt hat. Die reinste Künstlerin! „Bitte, ein Haus,“ sagte sie, „und zwei Seitenflügel dazu, auf einem vorzüglichen Fundament, silberne Löffel, ein Schlitten — man braucht sich nur reinzusetzen und loszufahren.“ Mit einem Wort, man findet es selten in einem Roman so schön dargestellt. Ach, du alte Schuhsohle, verfluchte, warte, wenn ich dich nur in die Finger kriege ...
6. Auftritt
Die Vorigen und Thekla.
(Sobald sie sie erblicken, stürzen sie alle, durcheinandersprechend, auf sie zu.)