Kotschkarjow (ermüdet in einen Stuhl sinkend). Wahrhaftig, mir geht die Puste aus! Ich fühle, wenn ich noch lange so weiter lache, so verrecke ich.

Schewakin. Ihr fröhliches Naturell gefällt mir außerordentlich. Wissen Sie, bei unserm Geschwader, das unter Kapitän Bolderow stand, war auch ein Kadett, namens Petuchow. Anton Iwanowitsch. Der war auch immer so fröhlich. Dem brauchte man nur den kleinen Finger zu zeigen, und schon lachte er los! Bei Gott! Und dann lachte er den ganzen Tag hindurch, bis zum späten Abend ... Wenn ihn einer nur ansah, kriegte er schon das Lachen, und eh’ man’s sich versah, lachte man selber mit.

Kotschkarjow (atemholend). Ach Gott, erbarme dich meiner. Diese dumme Gans, was die sich einbildet. Wie soll sie es fertig kriegen, einen Menschen zu verheiraten. Die will einen verheiraten! Ja, wenn ich die Sache in die Hand nehme, dann will ich schon eine Heirat zustande bringen.

Schewakin. Wirklich? ... In der Tat, könnten Sie den Heiratsvermittler spielen? ...

Kotschkarjow. Selbstverständlich! Ich übernehme es, jedes beliebige Paar zusammenzubringen.

Schewakin. Hören Sie mal, wenn das stimmt, so .... verschaffen Sie mir doch das Fräulein.

Kotschkarjow. Ihnen? ... Was brauchen Sie denn zu heiraten?

Schewakin. Warum denn nicht! Erlauben Sie mal, das ist doch eine seltsame Frage! Es ist doch klar, wozu.

Kotschkarjow. Sie haben doch eben gehört, daß sie nichts mitbekommt.

Schewakin. Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren! ... Das ist ja nicht schön, aber bei diesem entzückenden Fräulein mit den reizenden Manieren, da kann man schließlich auch ohne Mitgift auskommen. Ein kleines Kämmerchen, (macht eine entsprechende Geste) ein kleiner Flur, eine kleine spanische Wand oder so etwas wie ein Vorhang ...