Kotschkarjow. Ich sage Ihnen das doch nur, weil ich weiß, daß Sie ein vernünftiger Mensch sind. Einem andern hätte ich das doch nicht gesagt. Also gut, ich verschaffe Ihnen eine Frau; aber eine andere.
Schewakin. Dann möchte ich Sie doch bitten ... keine andere. Seien Sie schon so gut ... bleiben wir bei dieser.
Kotschkarjow. Schön, wenn Sie denn durchaus wollen ... meinetwegen. Aber unter einer Bedingung ... Sie dürfen sich nicht hineinmischen. Sie dürfen sich dem Fräulein überhaupt nicht zeigen. Ich werde alles allein machen.
Schewakin. Erlauben Sie mal, ohne mich geht es denn doch nicht. Immerhin werde ich mich doch wohl dabei sehen lassen müssen.
Kotschkarjow. Nein, durchaus nicht. Gehen Sie nach Hause und warten Sie auf mich. Heute abend ist alles in schönster Ordnung.
Schewakin (reibt sich die Hände). Famos! Das wäre ja famos. Sagen Sie, brauchen Sie denn kein Attest, kein Dienstzeugnis? Vielleicht dürfte sich das Fräulein doch dafür interessieren. Ich werde sofort laufen und es holen.
Kotschkarjow. Nein, nein, ich brauche nichts! Gehen Sie nur ruhig nach Hause. Verlassen Sie sich drauf, Sie bekommen noch heute Nachricht. (Er begleitet ihn hinaus.) Teufel auch, das würde dir wohl passen! ... Doch was ist das nur? Warum kommt denn der Podkoliessin nicht wieder? Das ist doch sehr merkwürdig! Er kann doch seine Hosenträger nicht ewig in Ordnung bringen ... Am Ende muß ich noch selbst hinlaufen und ihn holen.
9. Auftritt
Kotschkarjow, Agathe Tichonowna.
Agathe Tichonowna (sieht sich nach allen Seiten um). Sind sie fort? ... Ist niemand mehr hier? ...