Kotschkarjow. Was für eine ehrliche Haut! Doch jetzt schnell zur Sache! Geh hin, erkläre dich sofort, eröffne ihr dein Herz und bitte Sie um ihre Hand.
Podkoliessin. Wie denn? Doch nicht etwa jetzt gleich? ... Was fällt dir ein!
Kotschkarjow. Natürlich gleich! Ah, da ist sie ja selbst!
13. Auftritt
Die Vorigen und Agathe Tichonowna.
Kotschkarjow. Mein Fräulein, ich bringe Ihnen hier einen Sterblichen, den Herrn, den Sie hier vor sich sehen. Es hat überhaupt noch keinen Menschen gegeben, der so verliebt war wie er. Gott behüte, das möcht’ ich ja meinem ärgsten Feinde nicht wünschen.
Podkoliessin (stößt ihn mit der Hand in die Seite, leise). Nein, hör mal, du treibst es aber zu toll!
Kotschkarjow (zu ihm). Das schadet nichts. (Leise zu ihr.) Seien Sie nur recht keck zu ihm; er ist noch etwas schüchtern. Sie müssen ziemlich herausfordernd sein. Klappern Sie nur tüchtig mit den Augen und dann werfen Sie ihm plötzlich einen Blick zu, daß er platt ist, der Bösewicht! Oder zeigen Sie ihm ein Stückchen von Ihrer Schulter, damit er mal hingucken kann, der Schuft, der! Übrigens hätten Sie auch ein Kleid mit kurzen Ärmeln anziehen können! Na, schließlich ist dies auch gut! (Laut.) Also, ich lasse Sie in der angenehmsten Gesellschaft zurück. Ich will nur noch einen Blick in das Speisezimmer und in die Küche werfen. Ich werde dort Bescheid sagen. Gleich muß der Diener kommen, der das Souper bringt ... vielleicht ist der Wein auch schon da. Na, auf Wiedersehen! ... (Zu Podkoliessin.) Mehr Mut, Mut! (Er geht.)
14. Auftritt
Podkoliessin und Agathe Tichonowna.