Glow. Besten Dank für die angenehme Bekanntschaft, meine Herren. Ich bedaure wahrhaftig nur, daß sie erst so spät zustande gekommen ist. Gott wird uns übrigens vielleicht noch einmal zusammenführen.

Schwochnew. O gewiß, die Wege sind glatt, und die Menschen treiben sich weit herum, warum sollte man da nicht noch mal zusammentreffen? Wenn nur das Schicksal es so will!

Glow. Bei Gott, ganz richtig, wenn das Schicksal will, so sehen wir uns vielleicht schon morgen wieder, das ist die reinste Wahrheit! Adieu, meine Herren! Aufrichtigsten Dank! Und Ihnen, Stepan Iwanowitsch, bin ich besonders verpflichtet. Wahrhaftig, Sie haben mir meine Einsamkeit versüßt!

Uteschitelny. Aber bitte, hat nichts zu sagen. Ich habe getan, was ich konnte.

Glow. Nun, wenn Sie schon so gut sind, so erweisen Sie mir noch eine Gunst, wenn ich Sie bitten darf.

Uteschitelny. Welche? Sagen Sie mir bloß alles; alles, ich bin zu allem bereit!

Glow. Beruhigen Sie einen alten Vater.

Uteschitelny. Wieso denn?

Glow. Ich lasse meinen Sascha hier. Ein netter Junge, eine gute Seele, aber immerhin nicht ganz zuverlässig, zweiundzwanzig Jahre alt, ich bitte Sie, was sind das für Jahre? Fast noch ein Kind. Er hat die Schule durchgemacht und denkt nun an nichts anderes als an die Husaren. Ich sage zu ihm: „Es ist ja noch zu früh, Sascha, warte doch, sieh dich doch ein bißchen um, warum willst du denn Husar werden? Wer weiß, vielleicht hast du ganz zivile Anlagen. Du kennst ja noch die Welt gar nicht, die Zeit gehört ja dir!“ Nun, Sie begreifen wohl, ein so junges Wesen, da kommt ihm bei den Husaren alles so glänzend vor; die reiche gestickte Uniform ... Was ist da zu machen? Die Bestrebungen kann man ja nicht aufhalten .... Also seien Sie doch so gut, Väterchen Stepan Iwanowitsch! Er bleibt nun ganz allein. Ich habe ihm einige geschäftliche Aufträge gegeben. Er ist ja ein junger Mann, es kann ja alles passieren; daß ihn da nur die Beamten nicht irgendwie beschwindeln. Wer weiß! Also nehmen Sie ihn doch unter Ihren Schutz! Beaufsichtigen Sie seine Schritte, halten Sie ihn von allem Bösen ab! Seien Sie doch so gut, Väterchen! (Faßt seine beiden Hände.)

Uteschitelny. Bitte, bitte sehr. Alles, was ein Vater für seinen Sohn tun kann, werde ich für ihn tun.