ALEXANDER KUPRIN:
Die Gruft
GEHEFTET M. 3.—, GEBUNDEN M. 4.50
GEORG MÜLLER VERLAG MÜNCHEN
M. ARTZIBASCHEW, Ssanin. Roman. 20. Auflage.
Finster, groß und ernst, von religiösem und sozial-ethischem Pathos erfüllt, mit weltreformatorischen Absichten und Gesinnungen, steht die russische Kunst, wie in Dostojewski und Tolstoi, so auch in Artzibaschew vor uns. Mit düsteren und starren Savonarola-Mienen blickt der Dichter auf das Leben seiner Zeit und seines Volkes, und er trägt Geißeln in seiner Hand; überall lodern die Flammen der Revolution, verspürt man den Atem umstürzlerischen Fühlens und Denkens.
Julius Hart im Tag
Das Dichterische hebt das ganze Buch Artzibaschews über das Niveau der Tendenz- und Absichtenbücher empor. Artzibaschew müßte zwar kein Russe sein, wenn sein Buch nicht im Grundton aller russischen Literatur, in philosophierender Grübelei erklingen sollte, aber er phantasiert nicht ins Blaue hinein, er hat vor allem wirklich etwas zu sagen. Und er sagt es mit künstlerischem Stil und poetischer Kraft.
Münchener Post
Der Verfasser verfügt über einen eigentümlichen Zauber in der knappen Charakteristik der Frauengestalten. Er gibt reizende, poetische Naturbilder von Gärten und Landschaften, in denen die jungen Leute sich umhertreiben; einzelne Szenen haben einen großartigen Zug echt russischen Charakters, wie man derartiges nur bei den ganz großen russischen Dichtern findet.
Kölnische Zeitung