Dóbtschinski. Ich möchte mir die Freiheit nehmen, Ihnen noch eine besondere Bitte in einer delikaten Angelegenheit vorzutragen.
Chlestakóff. Und das wäre?
Dóbtschinski. Die Sache ist sehr delikater Natur: mein ältester Sohn, bitte ergebenst zu vermerken, wurde noch kurz vor meiner Hochzeit geboren ...
Chlestakóff. So?
Dóbtschinski. Ja, das heißt, man nennt das nur so, aber er ist so gewiß mein leiblicher Sohn, als wenn er in der Ehe geboren wäre, und überdies habe ich hinterher alles, wie sich’s gehört, durch den gesetzlichen Ehebund geordnet. Nun möchte ich gerne, bitte zu vermerken, daß er von jetzt an auch richtig, das heißt gesetzlich mein Sohn sei und sich nennen dürfte wie ich, Dóbtschinski.
Chlestakóff. Gut, mag er sich doch so nennen, warum nicht?
Dóbtschinski. Ich würde Sie auch damit gar nicht belästigt haben, aber es wäre zu schade um seine Talente. So ein Kerlchen ... berechtigt zu den schönsten Hoffnungen: die verschiedensten Gedichte sagt er auswendig her, und wenn er wo ein Messer in die Finger kriegt, da schnitzt er Ihnen gleich kleine Wägelchen, so geschickt wie ein Tausendkünstler. Pjotr Iwánowitsch kann’s bezeugen.
Bóbtschinski. Ja, er hat wunderbare Talente!
Chlestakóff. Gut gut! Ich werde mir Mühe geben, will Rücksprache nehmen ... ich hoffe ... es soll geschehen, ja, ja ... (zu Bóbtschinski gewandt). Haben Sie nicht auch noch ein Anliegen?
Bóbtschinski. Freilich, ich hätte eine untertänigste Bitte.