Durch den Ring nach seinem Ziele

Saust der Nagel — er erklingt,

Bis bei heitrem Scherz und Spiele

Mild der Frühlingstag versinkt.

Alles, was den Jüngling zum kühnen Wagnis reizt — das Meer, ein Sturm, Festgelage und klingende Becher, ein brüderliches Bündnis voller Tatkraft und Tatenlust, ein felsenfester Glaube an die Zukunft, die Bereitschaft, jeden Kampf für das Vaterland zu bestehen — dies alles findet in seinen Gedichten einen Ausdruck von geradezu unerhörter Kraft. Als die erste Buchausgabe seiner Gedichte erschien, sagte Puschkin ärgerlich: Warum hat er das Buch: Gedichte von Jasykow genannt, er hätte es einfach Rausch! betiteln sollen. Ein Mensch von durchschnittsmäßiger Kraft wird nie etwas Ähnliches zustande bringen; dazu bedurfte es einer Entfesselung aller Kräfte. Ich erinnere mich noch lebhaft daran, wie begeistert er war, als er Jasykows Gedicht an Davydow gelesen hatte, das gerade in einer Zeitschrift erschienen war. Damals sah ich zum erstenmal eine Träne in Puschkins Auge (Puschkin pflegte nie zu weinen, er sagt in der Epistel an Ovid von sich selbst: „Als rauher Slawe kannt ich keine Tränen, doch ich verstehe sie.“) Ich erinnere mich auch, welche Strophen ihn so bis zu Tränen rührten: es sind die beiden ersten, in denen sich der Dichter an Rußland wendet, das man bereits für schwach und kraftlos erklärt hatte, und in denen er ausruft

Hört ihr die Trompete schmettern?

Auf, der Feind ruft, Vaterland!

Denk wie du beim Kriegeswettern

Stets dem Gegner hieltest stand.

Laß zum blut’gen Kampf sich rüsten