Ein Strömlein roten Blutes sickert Miezi über die weiße Nase herab.
Der Direktor achtet nicht darauf, er streckt die Hände aus, Rudolf reicht ihm die Peitsche, er flüstert für sich:
„Immer feste druff! Immer feste druff!” Er sagt laut zu den Umstehenden:
„Jibt man ihm seinen Hafer pour nisch?”
Die Sklaven lächeln im Chor:
„Pas du tout!” und:
„Nur die Ruhe kann es machen!” sagt der Dresseur und nähert sich Miezi. Er spreizt die Beine, stößt sich die Fäuste in die Hüften, beugt den Oberkörper gegen Miezi und spuckt ihr ins Gesicht, hebt den Zeigefinger weit übern Kopf, wirft ihn nach dem Ausgang zu und gibt Miezi einen Tritt, daß sie etliche Schritte machen muß, und die Sklaven holen das Tier ab in den Stall.
Der Dresseur zieht wieder sein rotes Schnupftuch, wischt sich über die Stirn und geht auf Riesele zu und sagt:
„Die kleine Dame, die du eben kennen jelernt hast, meint, sie habe jetzt ihren Willen durchjesetzt, aber sie wird erst morgen erfahren, wie sie sich täuscht! Ich sehe es dir an, du bist von anderem Schrot und Korn. Aber da bist du jerade recht jekommen! Und du Großer: na, wir werden uns ooch noch zu sprechen haben!”
Er wandte sich ab: