„Foljen Sie mir. Ick jeh voran! Und wo ick rin mach, da man fix hinterher vonwejen die Polizei!“

Wenk versprach es zu tun.

Der Mann ging um die Ecke, horchte stehenbleibend, ob er folgte, und ging dann weiter. Auf einmal war der Mann verschwunden. Wenk ging noch einige Schritte geradeaus. Der Mann mußte doch in eine der nächsten Haustüren eingetreten sein. Wenk verlangsamte seine Schritte, als er ihn nicht fand. Er schaute dann spähend rundum.

Plötzlich sagte in seinem Rücken die Stimme des Mannes leis und vorwurfsvoll: „Det nenn ick nu jar nich fix. Sie wollen sich wohl von die Polypen rankriejen lassen. Also man rasch herin!“

Der Mann schob ihn in ein Haus weit zurück, zog ihn in eine Tür. Die Tür öffnete sich in einen finstern Flur. Unversehens und geräuschlos schloß sie sich sofort hinter ihm, und im selben Augenblick war der Flur beleuchtet. Vom Flur ging es in ein Wohnzimmer, von dort in einen kleinen Saal, der gedrängt voll Menschen saß.

Zwei Herren, nahe der Tür, machten Wenk liebenswürdig Platz.

Der Mann war verschwunden.

Was Wenk sah, war eindeutig und hatte nur Interesse in der Heimlichkeit, in der es geschah.

Er horchte den Gesprächen seiner Tischnachbarn zu. Der eine sagte: „Also mich interessiert daran nur, wie dieser Unternehmer hundert und mehr Personen so jahraus, jahrein in das Haus locken läßt, ohne daß die Polizei es merkt. Nu, sag’ du mir das mal als Mann vom Fach!“

Der andere antwortete in einem fremden Deutsch: „Das weißt du ja nicht, ob das Lokal der Polizei bekannt ist oder nicht. Es gibt solche Anstalten, die die Polizei duldet, weil sie für sie Verbrecherfallen sind, ja geradezu Verbrecherfallen! Bei uns in Budapest ...“