„Herr Staatsanwalt, ich will ungesehen in den nächsten Minuten diesen Saal verlassen haben. Können Sie mir dazu verhelfen?“

„Ja,“ antwortete Wenk.

„Wie kann ich dies machen?“

„Das ist einfach. Merken Sie sich den Durchgang zur Treppe. Es sind nur einige Schritte, sehen Sie. Sie müssen sich ihn so merken, daß Sie ihn im Dunkeln finden. Ich habe mich vergewissert, wie das elektrische Licht funktioniert. Die Anschalter sind über dem ersten Treppenabsatz. Ich gehe hin, drehe aus, Sie benutzen die Dunkelheit, um auf die Treppe zu kommen. Sind Sie an mir vorbei, stelle ich mich jedem in den Weg, der zur Treppe will, um Sie zu verfolgen oder um an die Schalter zu kommen.“

„Gut! Ich danke Ihnen!“

Die Flucht glückte. Als Wenk die Frau unten ankommen sah, drehte er wieder an, trat mit einem Lächeln ins Zimmer zurück und sagte: „Eine Spielerei, die nicht die Folgen der gänzlichen Finsternis voraussah. Verübeln Sie, bitte, es mir nicht.“

Man lachte. Aber die Carozza stand bleich am Ausgang zur Treppe, wohin sie mit einem Sprung in der Dunkelheit gekommen war. Sie erholte sich rasch und begab sich zu Hull zurück, ihn auffordernd, sie heimzuführen. Wenk schloß sich ihnen an.

Im Begriff, die Speiseräume zu durchschreiten, sah er, wie der Oberkellner Hull einen Brief übergab. Hull trat an einen leeren Tisch unter eine Lampe, riß die Umhüllung auf und zog einen kleinen Zettel hervor.

Dann war es, als ob ihn ein unsichtbarer Hieb auf den Sessel niedergeschlagen hätte. Die Carozza trat auf ihn zu. Er knüllte den Zettel in die Tasche, erhob sich und folgte der Gesellschaft.

Draußen trennte man sich.