Seine Gedanken erwachten, wurden aus einem nebelhaft Umfangenen zu einer kleinen, nüchternen Klarheit. Es war so, als ob er Behänge von ihnen fortzöge, um sie zu entkleiden.
Dann wurde er von einem plötzlichen Mißtrauen gegen sich selber erfaßt, das ihn krank machte. Eine Weile grub er den Kopf in die Fäuste, badete die Augen in den Handhöhlen, die wie mit eisigem Reif belegt sich anfühlten, und sich aufrichtend, sagte er:
„Was habe ich getan? Ich hatte 21! Da hat jemand mit meiner Stimme gesagt: Ich habe wieder nichts! ... Da ...“
Er riß die fortgeworfenen Karten vom Haufen und deckte sie auf.
Es war ein As, eine Zehn und ein Bube!
Einundzwanzig!
Der alte Herr zog seine großen grauen Augen nun ganz in sich hinein. Sie wurden klein und sahen aus, als ob sie in einer großen Ferne stünden. Durch den Körper des Fremden ging sichtbar ein gewaltsames Reißen — rasch, hastig besiegt. Dann dehnte sich der Brustkorb, und der Atem ging einige Male tief und schwer, als müsse er Luft unmittelbar in die Seele pumpen.
„Zu spät!“ sagte er dann leis und streng.
Hull schüttelte nur den Kopf.
„Meine Bemerkung ging nicht gegen Sie,“ antwortete er wieder gefaßt, „sondern gegen mich. Wieviel schulde ich?“ fragte er liebenswürdig.