„Hände pflegen, Karla König! Das ist sehr wichtig. Und dann a bit of Aufmachung! Nicht so als Großmutter herumlaufen, in schwarzem Seidenkleid! Das lieben wir Amerikaner nicht. Einfache Frisur und schicke Toilette. Keine Stirnlöckchen. Die trägt keine Dame bei uns. Hübsches Schuhwerk, feine Handschuhe — nicht zu eng!“

Er übersah es, daß Karla blutrot vor ihm stand und Altmann mit lebhaft gefärbten Schläfen angelegentlich den Vertrag faltete. John Russel griff in die Brusttasche und holte eine Handvoll Scheine heraus.

„Hier sind zweitausend Mark, Herr Altmann, für ein paar Anschaffungen. Wenn Sie mehr brauchen — bitte. Ich werde Ihnen den Vorschuß ganz langsam abziehen lassen.“

„Danke.“

Zum zweiten Male dankte Ernst Altmann. Er hatte zwei kleine, runde Flecken auf seinem sonst so farblosen Gesicht, und selbst das Weiß der Augen war gerötet. Er drückte ein paar Hände, eine weiche, schlappe und eine harte, rissige — mit Nägeln, die so hart wie Knochen waren. Er stand unten auf der Straße und sah, wie Karla immer vor ihm herlief und wild die Notenmappe schwenkte.

„Wir wollen einen Wagen nehmen ... Drooschke! .. Halt! — Halt!“

Sie schrie aus Leibeskräften, und ein Straßenjunge parodierte: „Drooschke! ... Droooschke!“

Sie lachte und stieg ein. Es war Altmann, als zöge sie ihn gewaltsam nach.

„So komm doch ... Herrgott, bist du langweilig ...“

Das Pferd trottete los. Sie drückte Altmanns Hände. Sie zwickte ihn in den Arm.