Adele schlug in die Hände, lachte beinahe. Es war wie Schadenfreude.
„Ja ... zu dem ...“
„Selbstverständlich ... nur zu dem“, bestätigte Luise.
Und wieder sprachen sie durcheinander — bis Altmann mit einer Bewegung Ruhe gebot.
„Seid unbesorgt ... ich bringe die Sache in Ordnung. In vier Wochen ist Vicki verheiratet. Wenn der Onkel sich sperrt — so viel kratzen wir noch zusammen, um ihnen ein paar Zimmer einzurichten!“
„Selbstverständlich“, sagte Luise. „Wenn man sich zum Beispiel ein paar Kleider weniger machen läßt, dann bleibt genug übrig. Für einen Fetzen fünfhundert Mark auszugeben, das ist meiner Ansicht nach ein bißchen übertrieben ... Ich meine nur, Karla ... man kann sich’s auch billiger einrichten ... Daran darf doch das Lebensglück unserer Nächsten nicht scheitern.“
Das Tiffanyglas fiel hart gegen den Teppich und zersprang in Scherben, das Wasser leckte in breitem Bächlein an Karlas weißseidenen Schuhen.
„Nein — daran scheitert es nicht ... daran nicht — aber —“
Ein Zorn, wie er kaum je in ihr aufgelodert war, erstickte ihre Stimme. Sie streckte den Arm aus.
„Geht! ... Im Guten sag ich euch, geht! ... Ich muß singen heute abend ... Wißt ihr, was das heißt? Singen! Verdienen! ... Ja! Verdienen! ... Damit etwas abfällt für ...“