„Ach so, die Dame draußen? Ja ... eine energische Dame. Die hat also gesagt, dein Mann brauchte nicht zu kommen, wie? Na ja ... sehr vernünftig. Kinderkriegen und ... tja ... also das ist ja wirklich Weiberangelegenheit. Ein Mann stört da nur ... ja, ja ... er stört positiv ...“
Er sah sich im Zimmer um.
Na, das sah schön aus!
Auf den Stuhllehnen hingen Windeln, auf dem Tisch vor dem Ruhebett stand ein großes Teebrett mit allerlei Kännchen und Schälchen darauf. Es roch nach Fencheltee und Lysol; in der Luft schwammen kleine Watteflöckchen.
„Ich bin so glücklich, Papa! Es ist so wundervoll ...“
„So ... tja ...“
Mit spitzen Fingern entfernte er ein Wattebäuschchen von seinem Rockärmel.
Kurios war das mit den Weibern! Nie waren sie so glücklich wie in so einem Kleinkinderzimmer, zwischen Fenchel, Gummipropfen und nassen Windeln.
Aber nun wußte er wahrhaftig nicht mehr, was er noch sagen sollte. Ihm spukte auch noch das letzte Spiel vom Leipziger Turnier im Kopfe herum: eine italienische Partie, die mit einem Remis geendet hatte. Herr von Scheve hatte entschieden keinen guten Tag gehabt, daß er seine Bauern in so üble Lage gebracht. Er wollte die Partie mal nachspielen. Aufgeschrieben hatte er sie ja ...
Adele kam herein, mit einem Teller Suppe. Der Papa machte sich noch schmäler, als er war, und glitt an ihr vorbei durch die Tür.